Pflegehinweise

Kopfbedeckungen werden aus Tierhaaren, Wolle, Baumwolle, Stroh, Papier, Leder, etc. hergestellt. Sie schützen
vor Sonne, Wind, Temperatur und Niederschlägen. Pflege und Lagerung haben grossen Einfluss auf Aussehen und
Haltbarkeit. Vor allem bei selten getragenen Kopfbedeckungen hat die richtige Belagerung grossen Einfluss auf
die Haltbarkeit.

Filzhüte

Sie sind nicht sehr pflegeaufwendig. Sie werden mit einer weichen Bürste gereinigt. Ist keine Hutbürste zur Hand
reicht auch eine Kleiderbürste. Die Haare eines Hutes werden bei der Produktion ausgerichtet. Im oder gegen den
Uhrzeigersinn. Beachten Sie die Ausrichtung der Haare und bürsten Sie den Hut in die selbe Richtung.

Flecken werden mit einem feuchten Tuch entfernt.

Filzhüte werden an trockenen Orten auf einem künstlichen Kopf oder auf dem Kopf stehend gelagert.

Wollfilz

Der Hut sollte, sofern er nicht wasserdicht ist, nicht durchnässt werden. Er kann sich dabei verformen.
Mit einem Imprägnierspray, das man auch für Rauhlederschuhe verwendet, kann ein neuer Hut wasserabweisend
gehalten werden.

Haarfilz

Bürsten Sie Haarfilz auch wenn er nicht verschmutzt ist. Er erhält dadurch immer wieder seinen ursprünglichen
Glanz zurück. Das in Haarhüten (meist Kaninchen- oder Hasenhaar) enthaltene, natürliche Lanolin, imprägniert
den Hut und lässt Regenwasser abperlen. Die oberflächliche Feuchtigkeit trocknet wieder.

Strohhüte

Strohhüte oder deren Rohlinge werden aus Pflanzenfasern in südamerikanischen Ländern mit hoher
Luftfeuchtigkeit hergestellt. In diesem Klima bleiben sie sehr flexibel und nehmen auch bei beanspruchender
Belastung keinen Schaden. Im häufig trockenen Klima der nördlichen Hemisphäre kann er brüchig werden und
besonders am Kopfeinschlag Schaden nehmen. Einen Strohhut sollte man zum Aufsetzen immer mit beiden
Händen am Rand halten. Zudem empfiehlt es sich im Kopf eine Verstärkung einzukleben, wenn eine solche
nicht schon vorhanden ist.

Das Material behält seine Geschmeidigkeit und Elastizität, wenn man den Hut leicht mit einem feinen
Zerstäuber, vor allem in der trockenen Wintersaison befeuchtet. Ist kein Zerstäuber zur Hand, nimmt
man den Hut beim Duschen mit ins Badezimmer. Der Dampf hat die selbe Wirkung.

Optimalerweise wird ein Strohhut im Winter in ungeheizten, trockenen Räumen über 10°C gelagert.
Am Besten in einer geeigneten Hutschachtel.

Er sollte nicht längere Zeit in der Sonne liegen. Er trocknet aus, wird brüchig und verblasst.

Er darf aber auch nicht nass werden. Bei Durchnässung verliert er seine Form.

Stoffhüte

Stoffhüte werden aus verschiedensten Textilien hergestellt. Baumwolle, Leinen, Seide, Acryl, Polyester und
Mischgeweben. Schmutz-, Nässe- und Reibungsempfindlichkeit hängen vom Material ab. Bei der richtigen
Pflege hält ein Stoffhut viele Jahre.

Stoffhüte kann man von Hand in lauwarmem Wasser mit einem milden und leicht dosiertem Waschmittel waschen.

Nachdem er gut ausgespült wurde, wird der Hut mit saugfähigem Papier ausgestopft, in Form gebracht und zum
Trocknen aufgehängt. Vom Föhnen wird abgeraten.

Lederhüte

Lederhüte sind von Natur aus robust. Obwohl er von Natur aus nicht wasserdicht ist, macht ihm Regen nicht
viel aus. Wird er mal richtig durchnässt stopft man ihn mit saugfähigem Papier aus und hängt ihn zum
Trocknen auf. Hüte sollten generell langsam, ohne Zuhilfenahme eines Föhns getrocknet werden.

Die Wasserresistenz lässt sich mit einem Imprägnierspray verbessern.

Hüte mit Innenfutter sollte man schon vor dem ersten Gebrauch imprägnieren.

Lederhüte können mit der Zeit austrocknen. Um das zu vermeiden werden sie mit speziellen Cremes und
Wachsen gepflegt.

Hutbänder, Schweissbänder

Schweissränder und Kosmetikreste auf dem inneren Stofffutterband werden am besten mit einem Baumwolltuch
und etwas Waschbenzin entfernt.

Schweissbänder aus Leder reibt man mit einem trockenen Schwamm ab.

Hutschachteln

Der attraktivste und beste Aufbewahrungsort ist natürlich die Hutschachtel! Kopfteil mit Seidenpapier stopfen
und Hutkrempe mit Kartonrollen stützen, damit sie nicht flach aufliegt. Mottenpapier nicht vergessen.

Nass gewordene Hüte aus Filz, Pelz, Leder oder Stoff bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Keine Hüte auf
der Hutablage im Auto auf­bewahren, denn Stroh wird brüchig, Filz geht ein und Farbe verlieren beide.

Herrenhüte nicht vorne im Kopf zusammendrücken. Feine Materialien benötigen eine sanfte Behandlung!